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Die wollen
nur spielen

 

Wer kennt GRONKH UND SARAZAR? Bei Fans von Computerspielen und Online-Videos gelten die beiden als Mega-Stars: Das Duo hat seit 2012 eine eigene Live-TV-Show auf dem ProSiebenSat.1-Portal MYVIDEO … mit Millionenpublikum! Und dank TV-Kompetenz entstehen auch im boomenden Markt der ONLINE-GAMES neue Helden: Hier kann jeder Mitspieler Geschichte schreiben.

 
 

Die wollen nur spielen

Freitag, 17.55 Uhr in einem Studio in Köln-Hürth: mitten im Set steht ein großer Schreibtisch mit zwei aufgeklappten Laptops. Viel mehr brauchen Gronkh und Sarazar nicht, wenn sie hier gleich Platz nehmen und Deutschlands erfolgreichste Web-Games-Show moderieren. Draußen vor den PCs steigt die Spannung, bei der Studio-Crew die Konzentration. „Achtung, noch 30 Sekunden“, ruft der Regisseur „wir sind gleich online.“ Gronkh und Sarazar lümmeln lässig auf ihren Bürostühlen. 18 Uhr. Die Show beginnt!

„Hallo Leute — wir haben eine Menge vorbereitet. Nämlich: gar nichts“, so begrüßt Gronkh, der in Wirklichkeit Erik Range heißt, das Publikum — und lacht entwaffnend. Dem hat Valentin Rahmel alias Sarazar nichts hinzuzufügen. Kein langes Gequatsche — jetzt wird gezockt. Schließlich wollen die Fans der Live-Show „Let’s Play Together“ auf MyVideo nichts anderes als das: zusehen, wie Gronkh und Sarazar ein Game ausprobieren und währenddessen plaudern und blödeln. Zwei Kumpels, der Computer und Videospiele: Dieses Konzept hat eingeschlagen.

Einige Monate zuvor saßen Range (35) und Rahmel (29) mittags in einer Kölner Pizzeria, um mit einem Team von ProSiebenSat.1 Digital über die MyVideo-Kooperation zu sprechen. „Wir haben intensiv nach Talenten gesucht, die im Web erfolgreich sind“, erklärt ProSiebenSat.1-Digital-Chef Markan Karajica.

Erwartungen übertroffen: Markan Karajica, Chef von ProSiebenSat.1 Digital, freut sich über den Erfolg der MyVideo-Webstars.

„Dazu gehörten auch Gronkh und Sarazar.“ Zu einer ausführlichen Unterhaltung kam es bei diesem Treffen allerdings nicht, auch die Pizza wurde kalt. Denn plötzlich stürmten zwei aufgeregte Schulklassen den Tisch, die das Duo im Vorbeigehen erkannt hatten.

Die Digitalisierung schafft neue Helden, die ihren Status Millionen Klicks auf Videoplattformen verdanken, verstärkt durch soziale Netzwerke wie Twitter und Facebook. Dort haben Gronkh und Sarazar zusammen mehr als 500.000 Anhänger! Ähnliche „Gefällt mir“-Zahlen können auch die anderen Webstars aufweisen, nach denen MyVideo gefahndet hat — und die dort jetzt alle ihr Publikum mit eigenen Liveshows begeistern. Ihre Videos werden bei MyVideo hunderttausendfach abgerufen. „Bei Gronkh und Sarazar hatten wir über eine Million Views im ersten Monat“, so Markan Karajica. „Natürlich war ich optimistisch — aber meine Erwartungen wurden gewaltig übertroffen.“

Womit er nicht alleine wäre. „Wir wurden von unserem Erfolg völlig überrascht“, staunt Valentin Rahmel noch heute. „Als Erik mir von seiner ,Let’s-Play‘-Idee erzählte, war ich skeptisch.“ Doch das „Vorspielen“ hat einen ganz eigenen Reiz. „Man kann sich das ein bisschen wie eine Sportmoderation vorstellen — nur, dass wir mitzocken“, klärt Valentin Rahmel auf. Nach dem Durchbruch über YouTube war für ihn und Range die Kooperation mit MyVideo der nächste logische Schritt. Denn mit den Livestreams nimmt die Videoplattform von ProSiebenSat.1 europaweit eine Vorreiterrolle ein. „Das ist ein zukunftsweisendes Projekt mit großem Fun-Factor“, bestätigt Rahmel. „Bei ,Let’s Play Together‘ ist schließlich nicht nur Zugucken, sondern Mitmachen angesagt.“ Die Fan-Community wird über alle Social-Media-Kanäle einbezogen. Die Zuschauer geben beim Zocken Tipps, kritisieren oder ärgern Gronkh und Sarazar, wenn deren virtueller Held ins Gras beißt.

Beim Spielen gehört das Verlieren dazu. Was die Zusammenarbeit zwischen den Webstars und MyVideo betrifft, gewinnen alle. „Professionelles TV lernt von neuen, jungen Online-Formaten mit großer Interaktivität und einer eingeschworenen Fangemeinde. Umgekehrt profitieren die neuen Bewegtbild-Helden aus dem Netz von unserer Erfahrung und der technischen Ausstattung als Entertainment-Powerhouse“, erklärt ProSiebenSat.1-Digital-Geschäftsführer Markan Karajica. „Die Erfolgsgeschichte von MyVideo zeigt, wie man mit konsequenter Markenführung, attraktiven Inhalten und den richtigen, nämlich eigenen Stars, einen erfolgreichen Online-TV-Sender aufbauen kann, von dem die gesamte ProSiebenSat.1 Group profitiert.“ Inzwischen feiern auch US-Serien-Hits wie „Spartacus: Vengeance“ oder „Unforgettable“ auf MyVideo ihre Premiere. Immer häufiger gilt: „Online First!“ Die anschließende Ausstrahlung im TV läuft durch diesen Aufmerksamkeits-Schub übrigens noch erfolgreicher.

Mitspielen macht Freude. Und Freunde: Kein Wunder, dass Gronkh (links) und Sarazar so viele Fans haben — der Markt für Online-Games boomt.

Vom Boom der Online-Games profitieren

Vorreiter wie Gronkh und Sarazar haben das Potenzial erkannt, das in der Verbindung von Bewegtbild, starken Geschichten und Interaktion steckt: Nichts anderes bieten innovativ gestaltete Online-Games. Deshalb ergibt auch das Online-Games-Engagement von ProSiebenSat.1 so viel Sinn: Schließlich handelt es sich dabei um die weltweit am schnellsten wachsende Entertainment-Branche. Wenn Tausende Kämpfer mit futuristischen Waffen im Jahr 2845 auf dem Planeten Auraxis um die Vorherrschaft kämpfen, hat das längst Hollywood-Blockbuster-Niveau erreicht. Statt Schauspielern bekriegen sich in „PlanetSide 2“ aber Avatare, grafische Stellvertreter, gesteuert von Spielern aus aller Welt. Über eine Million europäische Spieler loggten sich ein, und das allein in den ersten Monaten nach der Veröffentlichung. Weiteres Erfolgs(bei)spiel: In „DC Universe Online“ schlüpfen insgesamt 1,5 Millionen Zocker in die Rolle von Superhelden.

Wie in der Filmindustrie sind die Investitionen enorm. „150 Entwickler saßen fünfeinhalb Jahre an ,DC Universe Online‘“, sagt Andreas Heyden, COO von ProSiebenSat.1 Games. Das Budget: 50 Millionen Euro. Der Einsatz lohnt sich: „Innerhalb des Spiels lassen sich Kleidung, Waffen oder Fähigkeiten für den Avatar kaufen“, erklärt Heyden. „Mit echtem Geld.“ Jeder Nutzer zahlt durchschnittlich rund 35 Euro im Monat für virtuelle Items.

Heydens Team, in dem junge Profis aus 16 Ländern zusammenarbeiten, sucht ständig nach neuen Blockbuster-Marken. ProSiebenSat.1 Games erwirbt die Lizenzen für den europäischen Markt und schließt dann Distributions- und Kooperationsverträge, zuletzt in Frankreich oder der Türkei. „Die Gewinnchancen für das Unternehmen sind exzellent“, so Heyden: „Die Zielgruppen von Online-Communitys und TV überschneiden sich: 70 Prozent der aktiven Spieler in Deutschland sind über ProSiebenSat.1 TV-Sender zu erreichen.“ Nicht umsonst nehmen sich Andreas Heyden und seine Leute vor: „We turn viewers into players!“ Und weil immer mehr Online-Gamer nicht nur zu Hause spielen wollen, steigt ProSiebenSat.1 auch bei Mobile Games ein. Die neue „ProSieben-Games“-App ist bereits für das iPhone und iPad verfügbar.

Web-TV in einer neuen Dimension, Online-Games in Blockbuster-Qualität und Play-Vergnügen fürs Handy. Digital-Chef Markan Karajica schmunzelt: „Ich finde, man kann zu Recht von einem digitalen Entertainment-Powerhouse sprechen!“

Verwandelt TV-Zuschauer in Online-Games-Mitspieler: Andreas Heyden, COO von ProSiebenSat.1 Games.

 
 
 
 
 

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