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Prognosebericht

Gesamtaussage des Managements zur erwarteten Unternehmensentwicklung

Die ProSiebenSat.1 Group hat das Jahr 2012 erfolgreich abgeschlossen. Wir blicken optimistisch auf die Folgejahre 2013 und 2014 und gehen davon aus, dass wir unseren profitablen Wachstumskurs weiter fortsetzen werden. Dazu werden wir unser Kerngeschäft Free-TV auch in den kommenden Jahren ausbauen und die dynamische Entwicklung in den Segmenten Digital & Adjacent sowie Content Production & Global Sales vorantreiben. Außerdem verfolgen wir konsequent die Vernetzung unserer TV-Aktivitäten mit dem digitalen Bereich und erschließen uns damit neue Erlösquellen. Auf Basis dieser strategischen Maßnahmen gehen wir davon aus, dass wir auf Umsatz- und Ertragsbasis weiter wachsen werden. Auf Basis der fortgeführten Aktivitäten rechnen wir bis 2015 mit einem Umsatzpotenzial von mehr als 600 Mio Euro im Vergleich zum Jahr 2010. Es ist unser Ziel, den Umsatz jenseits des klassischen TV-Werbegeschäftes in den kommenden Jahren im zweistelligen Bereich zu steigern.

Chancenbericht

Unternehmerisches Handeln besteht aus zwei Komponenten: einem bewussten Umgang mit Risiken sowie einer konsequenten Nutzung von Chancen auf zusätzliche Umsatz- und Ertragspotenziale. Die frühzeitige und kontinuierliche Identifizierung, Analyse und Steuerung zukünftiger Erlösquellen ist eine wesentliche Managementaufgabe bei ProSiebenSat.1.

Das Management von Chancen ist bei ProSiebenSat.1 zentral organisiert und wird von der Abteilung „Unternehmensentwicklung und strategische Planung“ gesteuert. Die Abteilung identifiziert Wachstumspotenziale auf Basis detaillierter Markt- und Wettbewerbsanalysen und steht in engem Austausch mit den operativen Einheiten und deren Geschäftsführern. Die identifizierten Erfolgsfaktoren und möglichen Synergiepotenziale werden im Strategieplan zusammengefasst und fließen im Rahmen der jährlichen Strategieklausur in den Entscheidungsprozess ein. Dabei werden die relevanten Chancen priorisiert und die strategischen Ziele abgeleitet. Das Chancenmanagement ist Bestandteil des konzerninternen Steuerungssystems. Es erfolgt im Rahmen der Budgeterstellung für die kommenden zwölf Monate sowie innerhalb der Mehrjahresplanung.

Chancen für unsere Gruppe ergeben sich im Wesentlichen aus

  • der Entwicklung der Rahmenbedingungen,
  • unternehmensstrategischen Entscheidungen sowie
  • der leistungswirtschaftlichen Performance des Konzerns.

Die wichtigsten Chancen werden nachfolgend erläutert:

 

ÜBERSICHT CHANCEN

Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen > Neue Trends im Mediennutzungsverhalten
> Erweiterung des Angebots durch technologische Weiterentwicklungen und Innovationen
> Gesetzesänderungen und medienpolitische Entscheidungen
> Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen
Unternehmensstrategische Chancen > Erweiterung des Senderportfolios
> Einstieg in neue Geschäftsmodelle
> Internationale Expansion bei Programmproduktion und
-vertrieb
Leistungswirtschaftliche Chancen > Erhöhung und Kapitalisierung der Zuschauermarktanteile
> Einsatz innovativer Vermarktungsmodelle
> Optimierung der Kostenpositionen

Chancen aus der Entwicklung der Rahmenbedingungen

Medien haben weiterhin einen hohen Stellenwert in der Gesellschaft: Laut der Untersuchung „Navigator Mediennutzung 2012“ des ProSiebenSat.1-Werbezeitenvermarkters SevenOne Media hat sich das tägliche Medienzeitbudget der 14- bis 49-Jährigen seit dem Jahr 2002 um 16 Prozent auf fast zehn Stunden erhöht. Der gestiegene Medienkonsum ist zum einen auf TV als nach wie vor bedeutendstes Massenmedium sowie die hohen Steigerungsraten bei den neuen Medien zurückzuführen.

  • Fernsehen: TV ist weiterhin Wachstums- und Leitmedium, da es in der Nutzung deutlich vor allen anderen Unterhaltungsmedien liegt. Die durchschnittliche tägliche TV-Nutzungsdauer ist in den vergangenen zehn Jahren um 17 Minuten auf täglich 205 Minuten im Jahr 2012 gestiegen. Fast alle 14- bis 49-Jährigen sehen fern, 79 Prozent sogar täglich. TV wird auch als das zukünftig stabilste Medium angesehen, nicht zuletzt aufgrund der vielen technischen Innovationen wie HD, 3D oder Smart-TV-Funktionen.
  • Internet und PC-/Videospiele: Zum gestiegenen Medienzeitbudget trug außerdem das dynamische Wachstum der Mediengattungen Internet und Games bei: Die tägliche Online-Zeit ist in den vergangenen zehn Jahren von 30 auf 107 Minuten gestiegen. Die durchschnittliche Nutzungsdauer von PC- und Video-Games hat sich seit 2002 auf 39 Minuten pro Tag verdoppelt. Zudem werden Online-Medien immer häufiger parallel zum Fernsehen genutzt: 59 Prozent der 14- bis 49-Jährigen nutzen TV und Internet gleichzeitig.

PARALLELNUTZUNG VON TV UND INTERNET

  • Print: Während TV, Internet und Games vom Wandel der Medienbranche profitieren, sind die Print-Medien in den vergangenen Jahren unter Substitutionsdruck geraten und mussten hohe Verluste bei der Nutzungsdauer hinnehmen. Seit 2002 ging die Nutzungszeit von Zeitungen, Zeitschriften und Büchern um ein Drittel auf 60 Minuten pro Tag zurück.

Die anhaltende Stärke und Popularität von TV bietet der ProSiebenSat.1 Group auch in Zukunft zahlreiche Chancen, da Fernsehen stärker als jedes andere klassische Medium von der Digitalisierung profitiert. TV weist gegenüber Print eine deutlich stärkere Online-Affinität auf und wie im Fernsehen ist auch im Internet Bewegtbild der zentrale Treiber. Durch die inhaltliche und technische Verschmelzung mit dem Internet wird TV zunehmend zu einem Interaktionsmedium und bleibt auch für junge Zielgruppen relevant. Neue Formen der Mediennutzung eröffnen der ProSiebenSat.1 Group deshalb sowohl im Zuschauer- als auch im Werbemarkt Wachstumsperspektiven:

Steigender Bedarf an mediengerechten Bewegtbildinhalten. Schon heute sehen sich rund 55 Prozent der Online-Nutzer im Internet Videos an. Mobile Geräte wie Smartphones oder Tablet-PCs ermöglichen es, sich an jedem Ort und zu jeder Zeit mit Videos unterhalten und informieren zu lassen. Die ProSiebenSat.1 Group geht davon aus, dass der Bedarf an mediengerechten Bewegtbildinhalten in den kommenden Jahren stark steigen wird. Um von dieser Entwicklung zu profitieren, hat das Unternehmen ein Medienportfolio aufgebaut, das mithilfe der engen Vernetzung von TV und Internet sowohl lineare als auch non-lineare Nutzungsformen bedient.

Kernstück sind die erfolgreichen TV-Sender, die von zahlreichen digitalen Angeboten flankiert werden. So stehen zahlreiche Fernsehprogramme nach der TV-Ausstrahlung für sieben Tage kostenlos im Internet zur Verfügung. Durch umfangreiche Zusatzangebote wie Backstage-Informationen, Web-exklusive Video-Clips, Social-TV-Angebote, Episoden-Guides oder Darstellerporträts verlängert der Konzern seine TV-Inhalte ins Netz und stärkt damit die Bindung zwischen Konsumenten sowie Programmen und Marken. 2012 hat die ProSiebenSat.1 Group zudem das werbefinanzierte Internetportal MyVideo zu einem Online-TV-Sender ausgebaut. Mit sogenannten „Online-First“-Premieren zeigt MyVideo US-Lizenzserien noch vor ihrer Ausstrahlung im deutschen Free-TV. Die US-Serie „Spartacus“ erzielte zwischen März und Juni 2012 über 13 Millionen Abrufe auf MyVideo, auf ProSieben erreichte die Serie bei den 14- bis 49-jährigen Zuschauern im Anschluss einen Marktanteil von bis zu 18,0 Prozent. Begleitend zur zweiten Staffel führte der Konzern eine Befragung durch. Sie ergab, dass 32 Prozent der User MyVideo aufgrund der Online-Preview nutzten. 30 Prozent der Befragten sahen sich die Serie anschließend auch im Fernsehen an, weitere 13 Prozent sind durch die Preview neugierig auf die TV-Sendung geworden. Der Service ist für User kostenlos und finanziert sich über Online-Videowerbung. Dieses Beispiel zeigt, dass sich für die ProSiebenSat.1 Group durch die crossmediale Verknüpfung ihrer Inhalte neue Wachstumschancen eröffnen. Darüber hinaus betreibt die ProSiebenSat.1 Group mit maxdome Deutschlands größtes Video-on-Demandvideo-on-demand Ermöglicht es dem User, Videos zu jedem beliebigen Zeitpunkt direkt online als Streaming anzusehen oder herunterzuladen.-Portal. Die Internetvideothek bietet über 50.000 Spielfilme, Serien, Sport- und Musik-Highlights oder Kinderfilme.

Neben einem multimedialen Distributionsnetzwerk verfügt die ProSiebenSat.1 Group über einen umfangreichen Rechtestock mit fiktionalen und non-fiktionalen Programmen, den sie über alle Plattformen von TV über Online bis zu Mobile einsetzen kann. Auf diesem Weg kann der Konzern die neuen Nutzungsgewohnheiten von Zuschauern und Usern bedienen und das Programminventar effizient auswerten. Dies ist ein strategischer Vorteil gegenüber reinen Internetanbietern, die über Distributionswege, nicht aber über eigene Inhalte verfügen.

Parallelnutzung: Fernsehen als interaktives und soziales Medium. Während vor zehn Jahren 19 Prozent der 14- bis 49-jährigen Zuschauer TV und Internet gleichzeitig nutzten, waren es 2012 bereits 59 Prozent. Die ProSiebenSat.1 Group geht davon aus, dass sich dieser Trend in den kommenden Jahren fortsetzen wird. Die steigende Parallelnutzung eröffnet nicht nur für das Internet, sondern auch für das Fernsehen neue Wachstumsmöglichkeiten. Denn in vielen Fällen setzt TV den Initialimpuls, sich im Netz tiefergehend mit bestimmten Themen zu befassen. 69 Prozent beschäftigen sich während des Fernsehens mit TV-bezogenen Inhalten im Internet. Häufig suchen die Zuschauer online nach Produkten aus TV-Sendungen oder Fernsehwerbung, wie folgende Darstellung zeigt:

INTERNETNUTZUNG MIT TV-BEZUG

Soziale Netzwerke sind fest im Alltag etabliert und haben dazu geführt, dass Zuschauer TV-Programme immer öfter parallel im Internet kommentieren. Fernsehen war bereits vor der Digitalisierung der Medien ein Gemeinschaftserlebnis, dies setzt sich in sozialen Netzwerken oder Online-Foren nun fort. Die ProSiebenSat.1 Group hat das Potenzial dieser Entwicklung frühzeitig erkannt und bereits 2011 zur ersten Staffel von „The Voice of Germany“ die Social-TV-Plattform „Connect“ eingeführt. Das Online-Portal vereint auf einem Bildschirm einen Livestream zur Show, die sozialen Netzwerke Twitter und Facebook sowie verschiedene interaktive Tools. Auf diese Weise können sich Zuschauer und User parallel zur Show mit Freunden austauschen, das Format kommentieren oder sich an Umfragen beteiligen, deren Ergebnisse live eingeblendet werden. So werden TV-Zuschauer zu aktiven Kommentatoren, die sich intensiv mit Programminhalten auseinandersetzen. Repräsentative Umfragen belegen, dass die Bindung zwischen Marken, Programminhalten sowie Zuschauern und Nutzern dadurch deutlich gestärkt wird. 63 Prozent sagen, dass sie Fernsehen durch die Social-TV-Plattform als spannender und lustiger erleben. 62 Prozent beschäftigen sich während der Werbepause lieber mit dem Online-Portal als durch das Fernsehprogramm zu zappen. Gleichzeitig löst die Social-TV-Anwendung nicht nur einen Klick-, sondern auch einen Einschaltimpuls aus. Die Nutzer von „The Voice Connect“ sind zugleich treue Zuschauer der TV-Sendung: 81 Prozent geben an, sich fast jede Folge im Fernsehen anzusehen. Social-TV-Maßnahmen bieten der ProSiebenSat.1 Group die Chance, die TV-Quote einer Sendung zu steigern, Zuschauer zu binden, ihnen neue Plattformen zur Verfügung zu stellen und so das Format auch für Werbekunden attraktiver zu machen.

Optimierte Vermarktungsmöglichkeiten. Die dynamische Entwicklung der digitalen Medien bietet dem Unternehmen in den kommenden Jahren auch im Werbemarkt attraktive Wachstumsmöglichkeiten. Durch die steigende Anzahl an Second Screens — die Grafik unten zeigt die prognostizierte Verbreitung von Bildschirmgeräten — entstehen nicht nur zusätzliche Werbepotenziale.

WELTWEITER ABSATZ VON BILDSCHIRMGERÄTEN

Die Verknüpfung von TV- und Internet-Werbung erhöht auch die Werbewirkung. Die Studie „Navigator Mediennutzung“ zeigt, dass unter den 14- bis 49-jährigen Internetnutzern bereits 44 Prozent im Fernsehen schon einmal auf Produkte aufmerksam geworden sind und diese anschließend im Internet gesucht haben. Experten prognostizieren für die kommenden Jahre einen starken Anstieg von Werbung auf mobilen Geräten. Das amerikanische Marktforschungsinstitut eMarketer etwa hat errechnet, dass sich das Werbevolumen mit mobilen Anzeigen in den USA bis 2016 vervierfachen wird. Die mobilen Zusatz-Screens eröffnen Fernsehunternehmen die Chance, über das TV-Programm künftig auch direkt Transaktionen wie Online-Einkäufe auszulösen. Bisher ist dies in den meisten Fällen noch Internetunternehmen vorbehalten. Hier wird die ProSiebenSat.1 Group sowohl als Vermarkter als auch über ihr Ventures-Portfolio mit Beteiligungen in den Branchen Sport, Beauty, Gesundheit, Mode, Home & Living sowie Market Places und Reise profitieren. Der Konzern nutzt seine starke Marktposition und kann die Produkte über sein eigenes Sender- und Online-Netzwerk bewerben und Kaufimpulse auslösen. In Deutschland ist die ProSiebenSat.1 Group sowohl im Free-TV als auch im Internet führender Bewegtbildvermarkter.

Darüber hinaus kann die Gruppe ihren Werbekunden im Internet sowie mit Social-TV-Applikationen wie „ProSieben Connect“ einen direkten Rückkanal für die Kommunikation mit Konsumenten zur Verfügung stellen, darunter Umfragemodule, Badges, Crossmedia- oder Sponsoring-Kampagnen, die individuell auf Kunden zugeschnitten sind. Besonders wirkungsstark sind übergreifende Konzepte, die klassische Werbeformen mit den neu entstandenen Möglichkeiten kombinieren. Die Vermarktungstochter SevenOne AdFactory ist auf sogenannte 360-Grad-Konzepte360-Grad-Vermarktung Bezeichnet Werbekonzepte und -angebote, die mehrere Medien miteinander kombinieren. Die ProSiebenSat.1 Group entwickelt im Rahmen ihrer 360-Grad-Vermarktung für Werbekunden vernetzte Kampagnenkonzepte, die bis zu 13 unterschiedliche Plattformen vernetzen. Die wichtigsten sind TV, Online, Mobile, Video-on-Demand, Games, Teletext, Testimonials, Events und Licensing. spezialisiert, bei denen in der Vermarktung alle ProSiebenSat.1-Plattformen von TV über Online und Mobile bis zu Games eingebunden werden. Die ProSiebenSat.1 Group wird auch in Zukunft maßgeschneiderte Vermarktungskonzepte entwickeln, um ihre Vorreiterrolle auf dem deutschen Markt auszubauen und am Wachstum von Social TVSocial TV Verknüpfung von Social Media und Fernsehen. zu partizipieren.

TV-Werbemarkt wächst zulasten des Print-Markts. Die steigende Relevanz von TV und Internet dürfte zu einer weiteren Verschiebung im Medienmarkt führen. Die rückläufigen Nutzungszahlen in der Print-Branche spiegeln sich seit mehreren Jahren im deutschen Werbemarkt wider. Zwischen 2000 und 2011 sank der Netto-Werbemarktanteil von Print-Produkten um 10 Prozentpunkte auf 56 Prozent. TV hingegen konnte seinen Anteil von 24 Prozent auf 26 Prozent steigern. Die ProSiebenSat.1 Group rechnet damit, dass sich diese Entwicklung fortsetzen und die Gattung Fernsehen ihren Anteil am Netto-Werbemarkt bis 2015 auf 27 bis 29 Prozent steigern kann. Dies könnte gegenüber 2010 zu einem Wachstum des deutschen TV-Werbemarkts um 100 Mio Euro führen. Ziel der ProSiebenSat.1 Group ist es, Werbemarktanteile vom Print- in das TV-Segment zu verlagern und ihre Umsätze im deutschen TV-Werbemarkt weiter zu steigern.

Die Veränderungen im Mediennutzungsverhalten sind größtenteils von technologischen Entwicklungen getrieben. Fernsehen hat in den vergangenen Jahren durch Innovationen wie großflächige Flatscreens sowie HD- und internetfähige FernsehgeräteHighDefinition (HD) Bezeichnet hochauflösende Bewegtbildinhalte in Abgrenzung zur Standardauflösung (SD). HD-Inhalte werden vorwiegend über das Fernsehen, BluRays und das Internet verbreitet. Im Fernsehen werden die Standards 720p, 1080i und 1080p verwendet. Im Internet werden HD-Inhalte gestreamt (z. B. auf Youtube) oder in verschiedenen Dateiformaten (z. B. avi, mp4, mkv, mov) und diversen Spezifikationen verbreitet. Man spricht von nativem HD, wenn von Beginn an mit HD-Geräten produziert wurde und die Inhalte nicht hochskaliert werden müssen, um sie in HD auszustrahlen. Die Übertragung von HD-Inhalten zwischen Geräten erfolgt mittels HDMI und kann gegen Kopiervorgänge geschützt werden (HDCP). Auch der HD-Standard befindet sich in der Weiterentwicklung. Hybrid-TV Unter Hybrid-TV versteht man Fernsehgeräte und Set-Top- Boxen, die über eine eingebaute Internet-Schnittstelle verfügen und somit TV- und Internet-Inhalte darstellen können. weiter an Attraktivität gewonnen. In den ersten neun Monaten 2012 war bereits jedes zweite verkaufte Fernsehgerät in Deutschland internetfähig; laut GfK entspricht das einer Anzahl von rund 3,5 Millionen TV-Geräten. Diese technologischen Innovationen eröffnen der ProSiebenSat.1 Group vor allem bei der Distribution ihrer HD-Sender Wachstumschancen. Der Konzern ist mit seinen deutschen Free-TV-Sendern SAT.1, ProSieben, kabel eins und sixx im HD-Paket aller großen Kabel-, Satelliten- und IPTVIPTV Steht für Internet Protocol Television (IPTV). Filme und Fernsehen werden hier über das Internet übertragen — und im Gegensatz zu klassischem Rundfunk nicht über Kabel oder Satellit. IPTV ist weder ein Standard noch ein Konzept und damit nur ein Gattungsbegriff, der in sehr vielen unterschiedlichen Ausprägungen anzutreffen ist.-Betreiber vertreten und partizipiert seit 2011 an den Entgelten für die technische Freischaltung, die Endkunden an die Anbieter entrichten. Das Unternehmen geht davon aus, dass sich die technische Reichweite von HD-Fernsehern bis 2015 verdoppeln und die Zahl der HD-Abonnenten auf rund sieben Millionen steigen wird. Das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 75 Prozent. Aus diesem Grund erwartet die Gruppe bis 2015 gegenüber 2010 einen Umsatzanstieg von mehr als 50 Millionen Euro aus ihrem HD-Distributionsgeschäft.

Auch im Video-on-Demand-Bereichvideo-on-demand Ermöglicht es dem User, Videos zu jedem beliebigen Zeitpunkt direkt online als Streaming anzusehen oder herunterzuladen. gibt es Wachstumsperspektiven für die ProSiebenSat.1 Group. Mit maxdome hat ProSiebenSat.1 im Zuge seiner digitalen Bewegtbildstrategie Deutschlands führende Video-on-Demand-Plattform aufgebaut. maxdome ist bereits heute auf mehr als 70 Prozent aller hybriden Fernsehgeräte direkt abrufbar, ProSiebenSat.1 hat in den vergangenen Jahren Verträge mit allen großen Herstellern über die Integration des Dienstes auf den jeweiligen Geräten geschlossen. Bis Ende 2013 wird maxdome voraussichtlich auf mehr als 13 Millionen hybriden Endgeräten empfangbar sein, sodass die Nutzerzahlen bei maxdome deutlich wachsen dürften.

Während die TV-Branche einen dynamischen Veränderungsprozess durchläuft, ist der deutsche Fernsehmarkt gleichzeitig stark reguliert. Liberalisierungen im regulatorischen Umfeld sowie neue medienrechtliche Rahmenbedingungen bergen deshalb generell Wachstumschancen für unser Unternehmen. Zum 1. Juli 2012 wurde Werbung für Wetten und Lotterien legalisiert. Die ProSiebenSat.1 Group geht davon aus, dass der deutsche TV-Werbemarkt dadurch bis 2015 um rund 80 Mio Euro wachsen könnte. Zudem trat am 1. Januar 2013 durch eine Änderung im Rundfunkstaatsvertrag ein Sponsoring-Verbot im öffentlich-rechtlichen Fernsehen in Kraft, das an Werktagen nach 20.00 Uhr sowie an Sonn- und Feiertagen gilt. Auf Basis einer konservativen Schätzung beziffert die ProSiebenSat.1 Group das daraus resultierende Umsatzpotenzial für den privaten Fernsehwerbemarkt in Deutschland bis 2015 im Vergleich zu 2010 auf rund 25 Mio Euro.

Da die ProSiebenSat.1 Group einen Großteil ihres Umsatzes aus werbefinanzierten TV-Angeboten generiert, beeinflusst auch das konjunkturelle Umfeld die Lage des Konzerns. Makroökonomische Faktoren wie die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts sowie der private Konsum wirken sich auf die Einnahmen im TV-Werbegeschäft aus. Das gilt ebenso für Erlöse aus dem Online-Werbemarkt. Gesamtwirtschaftliche Entwicklungen, die besser als ursprünglich prognostiziert ausfallen und die Kaufkraft der Konsumenten sowie die Buchungen der werbungtreibenden Wirtschaft erhöhen, können somit positiv auf Umsatz und Ergebnis der Gruppe wirken.

Unternehmensstrategische Chancen

Der Konzern investiert nicht nur kontinuierlich in den Ausbau seiner bestehenden Programme, sondern sieht auch in der Erweiterung seines komplementären Senderportfolios unternehmensstrategische Wachstumsmöglichkeiten. In den vergangenen sechs Jahren gründete die ProSiebenSat.1 Group in ihren deutschsprachigen Märkten erfolgreich fünf neue Sender. Die dynamische Entwicklung des 2010 in Deutschland gestarteten Frauensenders sixx ist ein Beispiel dafür, dass sich dem klassischen TV-Geschäft auch in Zukunft attraktive Chancen bieten. Der Marktanteil von sixx Deutschland verdoppelte sich 2012 auf 1,0 Prozent, in Österreich erzielte der im Juli 2012 gelaunchte Frauensender aus dem Stand einen Marktanteil von 1,1 Prozent im zweiten Halbjahr. Durch neue TV-Sender erhöht die ProSiebenSat.1 Group ihren Zuschauer- und Werbemarktanteil, da sie ihren Werbekunden ein breit aufgestelltes und diversifiziertes Zielgruppen-Portfolio bieten kann. 2012 hat ProSiebenSat.1 mit SAT.1 Gold zudem einen Sender für die sogenannten Best Ager konzipiert. SAT.1 Gold ging Mitte Januar 2013 on air und richtet sich hauptsächlich an Frauen zwischen 49 und 64 Jahren. Damit reagiert die ProSiebenSat.1 Group auf den demografischen Wandel, durch den die Bevölkerungsgruppe der älteren, einkommensstarken Menschen in Deutschland kontinuierlich wächst.

Weiteres Wachstumspotenzial erwartet die Gruppe aus der Erschließung neuer Geschäftsmodelle. Wir sind Vorreiter im deutschen Werbemarkt bei der Adaption neuer Technologien sowie der Umsetzung innovativer Werbeformen wie dezentrale Werbung im Kabelfernsehen. Die Sendergruppe plant, Werbekunden in fünf Gebieten regionale Werbespots anzubieten. Dazu hat die Gruppe bereits technische Pilotversuche mit den Netzbetreibern Kabel BW in Baden-Württemberg sowie Unitymedia in Nordrhein-Westfalen erfolgreich durchgeführt. Die Genehmigungsverfahren der Medienaufsicht sind noch nicht abgeschlossen. Die ProSiebenSat.1 Group betrachtet dezentrale Werbung vor allem als große Chance, Neukunden zu gewinnen, die bisher nicht im Fernsehen geworben haben. Sie ist in zahlreichen anderen Mitgliedstaaten der EU bereits etabliert.

Darüber hinaus ergeben sich für die ProSiebenSat.1 Group Chancen aus der internationalen Expansion der Red Arrow Entertainment Group, der Programmproduktions- und Vertriebsgesellschaft des Konzerns. Die TV-Gruppe profitiert von attraktiven Programmentwicklungen und Produktionen aus dem eigenen Produzentennetzwerk. 2012 hat sich die deutsche Sendergruppe beispielweise die Ausstrahlungsrechte an mehreren fiktionalen Programmen aus der eigenen Produktions-Pipeline gesichert. Gleichzeitig werden die Erlöse aus dem weltweiten Vertriebsgeschäft in den kommenden Jahren steigen. Die Red Arrow Entertainment Group hat seit 2010 ein attraktives Portfolio mit 18 Produktionsfirmen weltweit aufgebaut, darunter in Schlüsselmärkten wie den USA oder Großbritannien. Zudem hat das Unternehmen internationale Vertriebsbüros eröffnet, darunter eine Dependance in China. Das Land dürfte in den kommenden Jahren zu den am stärksten wachsenden TV-Märkten zählen. In Asien befinden sich mehr als 50 Prozent aller weltweiten TV-Haushalte. Knapp drei Jahre nach ihrer Gründung hat sich die Red Arrow Entertainment Group in der Branche etabliert und liegt bereits auf Platz acht der weltweit führenden unabhängigen Produktionsunternehmen.

Leistungswirtschaftliche Chancen

Leistungswirtschaftliche Chancen für die ProSiebenSat.1 Group können sich aus dem operativen Geschäft sowie dem Kostenmanagement und der Steigerung der Effizienz und Ertragskraft ergeben. Chancen aus dem operativen Geschäft resultieren insbesondere aus der Möglichkeit, unsere Quotenerfolge zu kapitalisieren und zusätzliche Umsatzerlöse auf Basis innovativer Vermarktungskonzepte zu generieren.

Die größten Wachstumsmöglichkeiten resultieren aus der führenden Position im TV-Werbemarkt, indem ProSiebenSat.1 die Zuschauermarktanteile seiner TV-Sender weiter steigert und durch eine entsprechende Preispolitik auch zukünftig adäquate Verkaufspreise für die hochwertige Medialeistung erzielt. TV-Werbung stellt die langfristig effektivste und wirkungsstärkste Werbeform dar, wie die gemeinsame Studie „ROI Analyzer“ des ProSiebenSat.1-Werbezeitenvermarkters SevenOne Media und der GfK sowie des GfK-Vereins 2012 belegte. Damit wurde erstmals der Zusammenhang von Werbung, Kundenloyalität und Kauf quantifiziert und die langfristige Wirkung von Fernsehwerbung nachgewiesen. Demnach liegt der durchschnittliche langfristige Return-on-Investment (ROI) der bisher untersuchten Marken bei 1,9. Auch beim Ausbau seines eigenen integrierten Medienportfolios profitiert der Konzern von der Kraft und Effektivität des Fernsehens.

Die ProSiebenSat.1 Group erschließt sich verwandte Geschäftsfelder wie Online-Games, Mobile oder Music, indem sie eigene Produkte ebenfalls über ihre reichweitenstarken Free-TV-Sender vermarktet. Auf Basis dieser Strategie hat das Unternehmen seit 2010 unter anderem ein attraktives Ventures-Portfolio mit über 50 Partnerschaften und strategischen Beteiligungen aufgebaut. Mit ihren innovativen Vermarktungsmodellen „Media-for-Revenue-Share“ sowie „Media-for-Equity“ stellt die ProSiebenSat.1 Group ausgewählten Start-up-Unternehmen Werbezeiten ihrer TV-Sender zur Verfügung und erhält im Gegenzug eine Umsatz- und/oder Unternehmensbeteiligung. Durch dieses spezielle Vermarktungskonzept kann der Konzern freie Werbezeiten kapitalisieren und die Verwertung des Mediainventars optimieren. Dies bietet ProSiebenSat.1 auch in Zukunft die Chance, in neue Geschäftsfelder und Märkte vorzustoßen, ohne dass sich Schwächen bei den Beteiligungen finanziell unmittelbar auf den Konzern auswirken können.

Überdies eröffnet die Optimierung der Kostenpositionen im Konzern zusätzliche Wachstumschancen. Die Implementierung effizienter Prozesse und Strukturen bildet eine wesentliche Grundlage für die nachhaltige Steigerung unserer Ertragskraft. Im Rahmen des Kostenmanagements prüft der Konzern auf kontinuierlicher Basis die gesamte Wertschöpfungskette und bezieht zukünftige Ereignisse so weit möglich proaktiv in die Kostenplanung ein.

Künftige wirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

2013 ist mit einer allmählichen Erholung der Weltwirtschaft zu rechnen. Der IWF prognostiziert derzeit ein reales Wachstum von 3,5 Prozent nach einem Plus von 3,2 Prozent im Jahr 2012. Aufgrund verschiedener Maßnahmen zur Stimulierung der Wirtschaft in den Schwellenländern wird die Konjunktur im Jahresverlauf 2013 voraussichtlich wieder an Fahrt gewinnen. Gleichzeitig sind die finanzpolitischen Konflikte in den USA vorerst beigelegt. Die weiterhin expansive Geldpolitik der US-Notenbank dürfte sich positiv auf die europäischen Märkte auswirken. Durch die hohe Arbeitslosigkeit und die sinkende Kaufkraft könnte die Lage in einigen europäischen Ländern allerdings angespannt bleiben: Der IWF rechnet im Euroraum auch für 2013 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung. Allerdings wird er mit einem Minus von 0,2 Prozent voraussichtlich nicht so hoch ausfallen wie im Vorjahr.

In Deutschland könnte die Binnenwirtschaft im Jahresverlauf 2013 wieder stärker wachsen und die Investitionstätigkeit beleben, sofern sich die Eurokrise nicht weiter verschärft. Der ifo-Geschäftsklimaindex ist nach längerer Schwächephase zuletzt dreimal in Folge gestiegen. Zudem dürfte die deutsche Exportwirtschaft bei anziehender Nachfrage aus dem außereuropäischen Ausland auf ihren Wachstumskurs zurückkehren. Die Vorzeichen für den privaten Konsum sind dagegen uneinheitlich: Die Arbeitsmarktlage ist zwar weiterhin stabil, der Beschäftigungsaufbau hat sich im Jahresverlauf 2012 aber verlangsamt. Deshalb werden die verfügbaren Haushaltseinkommen voraussichtlich zwar erneut steigen, allerdings etwas moderater. Die Prognosen für den privaten Konsum im Jahr 2013 schwanken zwischen plus 0,2 Prozent (Rheinisch-Westfälisches Institut für Wirtschaftsforschung, RWI) und 1,1 Prozent (Deutsches Institut für Wirtschaft, DIW). Bei der erwarteten Entwicklung des realen BIP in Deutschland reicht die prognostizierte Bandbreite von plus 0,3 Prozent (RWI) bis 0,9 Prozent (DIW). Alle Vorhersagen bergen jedoch vor allem aufgrund der vorhanden Unsicherheiten im Euroraum Abwärtsrisiken.

Da es sich bei Werbeausgaben um Investitionen von Unternehmen handelt, steht die Entwicklung der Werbemärkte in enger Beziehung zur derzeitigen und zukünftig erwarteten allgemeinen Wirtschaftslage. 2012 wuchs das Bruttoinlandsprodukt mit plus 0,7 Prozent nur leicht. Der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW)Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft (ZAW) Als Zusammenschluss von Verbänden, deren Mitglieder Wirtschaftswerbung betreiben, führt der Zentralverband der deutschen Werbewirtschaft e. V. (ZAW) die Interessen der Werbewirtschaft zusammen, vertritt sie nach außen und stellt jährlich die Werbeinvestitionen (netto) aller Mediengattungen und Werbeträger fest. Der Verband widmet sich allen Angelegenheiten der Werbewirtschaft mit der Intention, staatliche Regulierungen entbehrlich zu machen. Weitere Informationen weitere informationen 265 Medienglossar geht davon aus, dass die Netto-Werbeeinnahmen der Medien voraussichtlich um 3,0 Prozent gesunken sind. Diese Entwicklung dürfte vor allem zulasten der Print-Medien gegangen sein: Die Agenturgruppe ZenithOptimedia rechnet für TV mit einem Wachstum von 1,8 Prozent im Jahr 2012, das World Advertising Research Center (WARC) prognostiziert ein Plus von 2,0 Prozent bei den TV-Netto-Werbeeinnahmen. Für 2013 liegen die Schätzungen ebenfalls im positiven Bereich (ZenithOptimedia: +1,9%; WARC: +1,5%).

Die Konjunkturaussichten für Österreich und Schweiz — die international künftig relevanten TV-Märkte der ProSiebenSat.1 Group — sind ebenso wie die Prognosen zu den TV-Werbemärkten positiv, wie folgende Darstellungen zeigen:

PROGNOSEN FÜR DAS REALE BRUTTOINLANDSPRODUKT IN DEN FÜR PROSIEBENSAT.1 WICHTIGEN LÄNDERN

ERWARTETE ENTWICKLUNG DES TV-WERBEMARKTES IN DEN FÜR PROSIEBENSAT.1 WICHTIGEN LÄNDERN

ERWARTETE ENTWICKLUNG DES GESAMTWERBEMARKTES IN DEN FÜR PROSIEBENSAT.1 WICHTIGEN LÄNDERN

Unternehmensausblick

Grundlagen für unsere Prognose

  • Planungsprämissen: (Anhang Seite 186) Das weltweite Wirtschaftswachstum lag 2012 zum zweiten Mal in Folge unter dem Vorjahresniveau. Deutschland schloss das abgelaufene Jahr mit einem leichten Plus beim Bruttoinlandsprodukt ab. Unsere Prognose basiert auf der Annahme, dass sich die Staatsschuldenkrise in Europa nicht weiter verschärfen wird und insbesondere die Konjunktur im deutschen Kernmarkt wieder etwas an Dynamik gewinnt. Damit sollten die bisherigen Preisniveaus bei der Vermarktung von TV-Werbezeiten stabil bleiben oder moderat ausgebaut werden können. Es ist weiterhin unser Ziel, die Ertragskraft des Konzerns primär durch Umsatzwachstum und Kosteneffizienz zu stärken. Hohes Wachstumspotenzial sehen wir vor allem im Segment Digital & Adjacent, im Distributionsgeschäft sowie in der Produktion und dem weltweiten Vertrieb von TV-Programmen.

    Werbemärkte reagieren sensibel auf konjunkturelle Veränderungen. Politische Rahmenbedingungen und rechtliche Neuerungen beeinflussen die Werbemärkte ebenfalls, sodass Vorhersagen stets mit Unsicherheiten behaftet sind. TV-Werbung wird branchenüblich häufig sehr kurzfristig gebucht, was die Planungssicherheit zusätzlich einschränkt. ProSiebenSat.1 hat zwar mit einem Großteil der Werbekunden Rahmenvereinbarungen über Abnahmemengen und Konditionen abgeschlossen, das endgültige Budgetvolumen wird allerdings teilweise erst auf Monatssicht bestätigt. Zudem richtet sich das Preisniveau unter anderem nach den aktuellen Zuschauerquoten. On-Top-Buchungen werden häufig erst gegen Jahresende vergeben, sodass die ProSiebenSat.1 Group einen überproportional hohen Anteil ihrer jährlichen TV-Werbeeinnahmen im vierten Quartal erzielt. Aus diesen Gründen kann die Jahresprognose zum derzeitigen Zeitpunkt noch nicht näher quantifiziert werden. Im vorliegenden Unternehmensausblick wird daher eine qualitative Prognose für alle relevanten Finanzkennzahlen in den Jahren 2013 und 2014 gegeben. Die qualitativen Ausprägungen „stabile Entwicklung“, „leichter Anstieg“, „Anstieg“, „deutlicher Anstieg“, „Reduktion“ basieren auf prozentualen Abweichungen gegenüber dem jeweiligen Vorjahr. Siehe auch Saisonalität.

  • Strategische Ausrichtung: Die ProSiebenSat.1 Group ist eines der größten und profitabelsten Medienhäuser Europas. Neben unserem Kerngeschäft werbefinanziertes Free-TV, in dem wir im deutschsprachigen Raum eine führende Marktposition einnehmen, investieren wir konsequent in neue Wachstumsmärkte jenseits des klassischen TV-Geschäfts. Hierzu zählen im Wesentlichen die Geschäftsfelder Digital & Adjacent sowie das Programmproduktionsgeschäft. Beide Bereiche haben wir im Jahr 2012 erfolgreich ausgebaut. Neue Erlösmodelle ergeben sich auch aus der zunehmenden Refinanzierung des Programms durch HD-Distributionserlöse. Mit der Diversifizierung unserer Umsatzbasis in benachbarte Bereiche stärken wir unsere Unabhängigkeit von den konjunktursensitiven Werbemärkten und partizipieren gleichzeitig an der dynamischen Entwicklung von Trend- und Wachstumsmärkten. Im Fokus der Strategie steht dabei die Kombination von deutschsprachigem TV und digitalen Aktivitäten als Geschäftsfelder mit dem größten Wachstums- und Synergiepotenzial. Ziel der ProSiebenSat.1 Group ist die Entwicklung von einem klassischen TV-Anbieter in ein digitales Entertainment- & E-Commerce-Powerhouse. Den Erfolg unserer Strategie messen wir ausgehend vom Jahr 2010 auf dem Weg zu unseren Umsatzzielen 2015. Im Jahr 2012 haben wir auf Basis der fortgeführten Aktivitäten bereits 50,9 Prozent unseres Umsatzziels 2015 erwirtschaftet.

WACHSTUMSZIELE 2015 UND ZIELERREICHUNG 2012

1 Wachstumsrate der externen Umsätze vs. 2010 aus fortgeführten Aktivitäten.
2 Umsätze ohne 9Live. Externe Umsätze.

  • Segmentstruktur: Nach dem Verkauf der TV- und Radio-Aktivitäten in Nordeuropa im Dezember 2012 sowie dem avisierten Verkauf des Osteuropa-Geschäfts berichten wir in den drei Segmenten Broadcasting German-speaking, Digital & Adjacent sowie Content Production & Global Sales, wie folgende Grafik zeigt:

SEGMENTE DER PROSIEBENSAT.1 GROUP

Erwartete Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzerns sowie der Segmente

Die ProSiebenSat.1 Group erwartet, ihr profitables Wachstum für den Planungszeitraum 2013 und 2014 fortzusetzen.

 

ERWARTETE KONZERN-KENNZAHLEN AUF ZWEIJAHRESSICHT1

in Mio Euro 2012 Prognose1
12013 und 2014; gegenüber Vorjahr; fortgeführte Aktivitäten. 2Exklusive der liquiden Mittel in Höhe von 90,4 Mio Euro der nicht-fortgeführten Aktivitäten und vor Erhalt des Veräußerungserlöses der nordeuropäischen Aktivitäten.
Umsatz 2.356,2 Anstieg
Operative Kosten 1.624,6 Anstieg
Recurring EBITDA 744,8 Anstieg
Bereinigter Konzern-Jahresüberschuss aus fortgeführtem Geschäft 355,5 Anstieg
Netto-Finanzverschuldung2 1.870,8 Reduktion

Die ProSiebenSat.1 Group ist positiv in das erste Quartal 2013 gestartet und strebt für den Planungszeitraum 2013 und 2014 ein Umsatzwachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich an. Hierzu werden insbesondere unsere Wachstumsbereiche außerhalb des klassischen TV-Werbegeschäfts beitragen.

In den Jahren 2013 und 2014 wird die ProSiebenSat.1 Group im TV-Kerngeschäft durch die Gründung neuer Free-TV-Sender weiter expandieren, im Segment Digital & Adjacent wird der Konzern sowohl organisch als auch durch gezielte Akquisitionen weiter wachsen. Im Zuge dieser Wachstumsinitiativen werden die operativen Kosten naturgemäß steigen. Für unser Kerngeschäft Free-TV rechnen wir mit einem moderaten Kostenanstieg. Insgesamt gehen wir von einem weiteren Anstieg des recurring EBITDARecurring EBITDA Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization. Beschreibt das um Einmaleffekte bereinigte Betriebsergebnis vor Zinsen, Steuern sowie Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte. aus und werden voraussichtlich auch künftig ein deutlich überdurchschnittliches Margenniveau erzielen. Vor diesem Hintergrund dürfte der bereinigte Konzernüberschuss im Planungszeitraum über dem Jahreswert 2012 liegen.

 

ERWARTETE SEGMENT-KENNZAHLEN AUF ZWEIJAHRESSICHT1

  2012 Prognose1
in Mio Euro Externer Umsatz Recurring EBITDA Umsatz Recurring EBITDA
12013 und 2014; gegenüber Vorjahr; fortgeführte Aktivitäten.
Broadcasting German-speaking 1.909,5 660,3 Leichter Anstieg Stabile Entwicklung
Digital & Adjacent 351,2 89,7 Deutlicher Anstieg Deutlicher Anstieg
Content Production & Global Sales 95,4 4,3 Deutlicher Anstieg Deutlicher Anstieg

  • Segment Broadcasting German-speaking: In unseren deutschsprachigen TV-Werbemärkten rechnen wir mit einer günstigen Geschäftsentwicklung. Voraussetzung hierfür ist ein weiterhin positives Konjunkturklima im deutschen Kernmarkt. Unsere eigenen Prognosen zum Netto-Wachstum des deutschen TV-Werbemarkts fallen mit einer stabilen bis leicht positiven Entwicklung etwas konservativer aus als die Netto-Prognosen der Agenturgruppe ZenithOptimedia und des World Advertising Research Center (WARC). Unsere TV-Werbeerlöse in Deutschland sollten sich im Jahr 2013 unter der Voraussetzung eines stabilen bis leicht steigenden Preisniveaus bei der Werbezeitenvermarktung auf Marktniveau oder leicht darüber bewegen. Zudem dürften in den kommenden beiden Jahren deutliche Wachstumsimpulse von der HD-Distribution sowie neuen TV-Sendern wie SAT.1 Gold oder sixx Austria ausgehen. Vor dem Hintergrund des Ausbaus neuer TV-Sender und weiterer Investitionen in das Senderportfolio wird sich das recurring EBITDA voraussichtlich stabil entwickeln. Bis Ende 2015 planen wir, für das Segment einen zusätzlichen Umsatz von 250 Mio Euro im Vergleich zum Jahr 2010 zu erzielen. Ende des Jahres 2012 hat die Gruppe davon bereits 22,5 Prozent oder 56,3 Mio Euro realisiert. Den Hauptteil der zusätzlichen Erlöse erwarten wir ab 2013.
  • Segment Digital & Adjacent: Mit der Stärkung unseres Digital- und Ventures-Portfolios werden wir unsere Umsatzbasis konsequent verbreitern. Wir bauen unsere Marktposition sowohl durch organisches Wachstum als auch durch gezielte Akquisitionen aus. Das Segment Digital & Adjacent war im Jahr 2012 mit seinen vier Bereichen Online-Video, Online-Games, Ventures & Commerce und Music stärkster Wachstumstreiber. Neben der Internationalisierung unseres Online-Games-Portfolios mittels weiterer strategischer Partnerschaften und Akquisitionen sowie der Weiterentwicklung unseres Online-TV-Senders MyVideo werden wir vor allem unsere Geschäftsmodelle Media-for-Revenue-Share und Media-for-Equity ausbauen. Die beiden Erlösmodelle haben sich im Jahr 2012 zu einem wesentlichen Wachstumstreiber entwickelt, das Ventures-Portfolio umfasst derzeit rund 50 Partnerschaften und strategische Beteiligungen. Bei der Auswahl der Beteiligungen fokussieren wir uns auch zukünftig vor allem auf Unternehmen, die unser Portfolio ergänzen, eine hohe Deckungsgleichheit zu den Zielgruppenmerkmalen der ProSiebenSat.1 Senderfamilie aufweisen und denen wir mit Medialeistung aus dem Konzernverbund kritische Masse verschaffen können.

    Der Konzern prognostiziert das Umsatzpotenzial des Segments bis 2015 im Vergleich zum Jahr 2010 auf mehr als 250 Mio Euro. Davon hat die Gruppe zum Jahresende 2012 bereits 66,7 Prozent oder 166,7 Mio Euro erreicht. Im Planungszeitraum 2013 und 2014 dürfte der Umsatz weiter im zweistelligen Prozentbereich steigen.
  • Segment Content Production & Global Sales: Hier planen wir, bis 2015 mehr als 100 Mio Euro zusätzlich zu erlösen, bezogen auf das Jahr 2010. Am Ende des Jahres 2012 haben wir davon bereits 82,2 Prozent oder 82,2 Mio Euro realisiert. In den vergangenen Monaten haben wir uns in wichtigen TV-Märkten wie den USA und Großbritannien etabliert und unser Programmproduktionsportfolio international expandiert. Damit hat die Red Arrow Entertainment Group ein wichtiges Ziel erreicht. Nach einer intensiven Expansionsphase werden wir uns 2013 auf die Integration der Beteiligungen fokussieren. Für die Jahre 2013 und 2014 planen wir, unser dynamisches Wachstum fortzuschreiben.

Nach dem Verkauf der nordeuropäischen TV- und Radio-Aktivitäten beträgt das Wachstumspotenzial bis 2015 aus fortgeführten Aktivitäten insgesamt über 600 Mio Euro im Vergleich zum Jahr 2010. Es ist unser Ziel, unseren Umsatzanteil jenseits der klassischen TV-Werbung kontinuierlich zu steigern. In diesen Bereichen will ProSiebenSat.1 bis zum Jahr 2015 dynamisch wachsen.

Künftige Finanz- und Vermögenslage

Der Konzern verfügt mit einer Eigenkapitalquote von 27,7 Prozent zum 31. Dezember 2012 über eine solide Bilanzstruktur. Für den Planungszeitraum 2013 und 2014 rechnen wir mit einer weiterhin soliden Eigenkapitalausstattung, auch wenn die Eigenkapitalquote aufgrund der geplanten Dividendenausschüttung erwartungsgemäß sinken dürfte. Mit der beabsichtigten Rückführung weiterer Darlehensverbindlichkeiten in Höhe von 500 Mio Euro aus dem Verkaufserlös der nordeuropäischen TV-Aktivitäten wird der Konzern seine Finanzverbindlichkeiten weiter verringern. Nachdem wir im Jahr 2011 bereits einen signifikanten Teil unserer Darlehen zurückgeführt und die Laufzeiten der verbleibenden Darlehen größtenteils verlängert haben, ist unsere Finanzierung langfristig zu attraktiven Konditionen gesichert. Dennoch beobachten wir die Finanzmärkte sehr genau und prüfen regelmäßig bestehende Optionen zur Refinanzierung oder Laufzeitverlängerung unserer Verbindlichkeiten, um unsere Kapitalstruktur weiter zu optimieren.

Zum Bilanzstichtag verfügt die ProSiebenSat.1 Group über hohe liquide Mittel. Mit der Veräußerung des nordeuropäischen TV- und Radio-Portfolios wird sich unser finanzieller Spielraum für Investitionen in den laufenden Geschäftsbetrieb erweitern. Damit ist aus heutiger Sicht für 2013 und 2014 ausreichend Liquidität und Finanzierungsspielraum gegeben. Eine weitere Ergebnissteigerung dürfte sich dabei positiv auf die Liquidität und damit die Netto-FinanzverschuldungNetto-Finanzverschuldung Saldo aus Kreditverbindlichkeiten abzüglich der liquiden Mittel und den kurzfristigen finanziellen Vermögenswerten. auswirken. Für unseren VerschuldungsgradVerschuldungsgrad Gibt an, wie hoch die Netto-Finanzverschuldung in Relation zum recurring EBITDA der letzten zwölf Monate ist. haben wir uns einen Zielkorridor von 1,5 bis 2,5 gesetzt, an dem wir festhalten.

Das Investitionsvolumen im Planungszeitraum 2013 und 2014 wird sich voraussichtlich mindestens auf dem Niveau des Geschäftsjahres 2012 bewegen. Der Großteil unserer Investitionen wird mit 800 bis 900 Mio Euro auch künftig in das ProgrammvermögenProgrammvermögen Rechte an TV-Programminhalten (z. B. Spielfilmen, Serien, Auftragsproduktionen), die aufgrund ihrer besonderen Bedeutung für die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der ProSiebenSat.1 Group als separater Posten aktiviert werden. Spielfilme und Serien werden mit Beginn der vertraglichen Lizenzzeit aktiviert, Auftragsproduktionen werden nach der Abnahme als sendefähiges Programmvermögen in der Bilanz ausgewiesen. Sportrechte sind bis zur Ausstrahlung in den geleisteten Anzahlungen enthalten und werden bei Ausstrahlung in das Programmvermögen umgebucht. Werden Programme ausgestrahlt, wird in der Gewinn- und Verlustrechnung ein sogenannter Programmwerteverzehr gebucht. des Segments Broadcasting German-speaking fließen. Weitere Investitionen werden überwiegend auf das Segment Digital & Adjacent entfallen und in erster Linie immaterielle Vermögenswerte sowie Akquisitionen betreffen. Dies beinhaltet auch Media-for-Equity-Geschäfte, durch die sich ProSiebenSat.1 den Zugang zu neuen Märkten sichert, ohne größere Barinvestitionen zu tätigen. Ein wesentlicher Teil der Investitionen wird aus dem Verkaufserlös der nordeuropäischen Aktivitäten erfolgen.

Dividendenpolitik

Unsere Dividendenpolitik orientiert sich grundsätzlich am bereinigten Konzernüberschuss (underlying net income). Die Ausschüttungsquote liegt üblicherweise bei ca. 80 bis 90 Prozent des um Sondereffekte bereinigten Konzernjahresüberschusses der fortgeführten Aktivitäten. Der Dividendenvorschlag wird für jedes Geschäftsjahr neu festgelegt, wobei neben der Unternehmensentwicklung auch die für Wachstumsinitiativen benötigte Kapitalbasis der ProSiebenSat.1 Group sowie die laufenden Geschäftsaussichten berücksichtigt werden.

Abweichend von der zuvor beschriebenen grundsätzlichen Dividendenpolitik beabsichtigt die Gruppe, für das Geschäftsjahr 2012 eine erhöhte Dividende auszuschütten. Bei erfolgreichem Vollzug des Verkaufs der nordeuropäischen TV- und Radio-Aktivitäten planen wir, einen Teil des Verkaufserlöses in das operative Geschäft der Gruppe zu investieren. Vor diesem Hintergrund steht der operative Cashflow in größerem Umfang für andere Zwecke wie die Dividendenausschüttung zur Verfügung. Daher beabsichtigt der Vorstand in Abstimmung mit der Mehrheitsaktionärin der Gesellschaft, Lavena, der Hauptversammlung bei erfolgreichem Vollzug des oben erwähnten Verkaufs für das Jahr 2012 eine Dividende in Höhe von voraussichtlich 5,65 Euro je Vorzugsaktie (Vorjahr: 1,17 Euro) bzw. 5,63 Euro je Stammaktie (Vorjahr: 1,15 Euro) vorzuschlagen. Insgesamt würde das Unternehmen damit rund 1,2 Mrd Euro (Vorjahr: 245,7 Mio Euro) ausschütten. Der Verschuldungsgrad der ProSiebenSat.1 Group wird sich nach der Ausschüttung weiterhin in dem bereits früher kommunizierten Zielkorridor von 1,5 bis 2,5 bezogen auf das Verhältnis von Netto-Finanzverschuldung zum recurring EBITDA des Konzerns bewegen. Die Gesellschaft plant in den Folgejahren wieder mit einer Ausschüttungsquote von ca. 80 bis 90 Prozent des um Sondereffekte bereinigten Konzernjahresüberschusses der fortgeführten Aktivitäten. Siehe auch Änderungen im Konsolidierungskreis.

Zudem beabsichtigt das Unternehmen, der Hauptversammlung für das Geschäftsjahr 2012 eine Umwandlung der stimmrechtslosen Vorzugsaktien in stimmberechtigte Stammaktien vorzuschlagen. Im Rahmen dieser Umwandlung, die ohne Erfordernis einer Zuzahlung seitens der Vorzugsaktionäre durchgeführt werden soll, würden sämtliche Stammaktien zum Börsenhandel zugelassen. Die Mehrheitsaktionärin unterstützt die Umwandlung unter der Voraussetzung, dass der Verkauf der nordeuropäischen Aktivitäten erfolgreich vollzogen wird. Die Umwandlung der Vorzugsaktien in Stammaktien bedarf neben der Zustimmung der Hauptversammlung, in der die Mehrheitsaktionärin über die erforderliche Stimmenmehrheit verfügt, auch eines mit einer qualifizierten Mehrheit von 75 Prozent der Stimmen zu fassenden Zustimmungsbeschlusses der Vorzugsaktionäre.

 

ANMERKUNG ZU DEN VORAUSSCHAUENDEN AUSSAGEN ZUR KÜNFTIGEN ERTRAGS-, FINANZ- UND VERMÖGENSLAGE:

Unsere Prognose basiert auf aktuellen Einschätzungen zukünftiger Entwicklungen. Risiken und Unsicherheiten, die diese Prognose belasten können, sind zum Beispiel eine Verlangsamung der Konjunkturerholung, ein Rückgang der Werbeinvestitionen, steigende Kosten der Programmbeschaffung, Veränderungen der Wechselkurse oder Zinssätze, negative Quotentrends oder gar eine dauerhafte Veränderung des Mediennutzungsverhaltens, Änderungen von Gesetzen oder regulatorischen Bestimmungen und medienpolitische Richtlinien. Weitere Unsicherheitsfaktoren werden im Risikobericht beschrieben. Sollte eine oder gar mehrere dieser Unwägbarkeiten eintreten oder sollten die den vorausschauenden Aussagen zugrunde liegenden Annahmen nicht eintreffen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den getroffenen Aussagen oder implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen.